Dolomiten: eine faszinierende Reise durch die Zeit

 

 

 

Die Gesteinsbildung der Dolomiten

LDie Dolomiten wuchsen langsam über einen ausgedehnten geologischen Zeitraum von mehreren Millionen Jahren hinweg, wie ein grandioses, von Mutter Natur geformtes Kunstwerk. Bevor noch die Gebirgsbildung die Felsen der Dolomiten in mehr als 3000 Meter Höhe emporragen ließ, erlaubte die Natur zunächst die Bildung dieses Felsgesteins. In einer sehr lange zurückliegenden Epoche, in der Zeit der Trias vor ca. 200 bis 250 Millionen Jahren, lagerten sich auf dem Boden eines tropischen Meeres Sandbestände, Schluffe und Schlämme ab, die durch die Lithogenese zu Sedimentgestein wurden.

Sedimentgestein

Sedimentgestein bildet sich durch die Anhäufung von ursprünglich weichen d Sand, 

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Ablagerungen wie Schlamm und Sand, die anschließend von anderen Sedimenten bedeckt werden und entweder durch Druck, Temperaturanstieg, Auflösung und/oder Ausfällung von Mineralien durch die Einwirkung vorbeiströmender Salzlösungen zu Fels verwandeln. Besonderes Merkmal des Sedimentgesteins ist seine Schichtung.

Es gibt folglich KONGLOMERATSTEINE, aus Kies gebildete Felsen, SANDSTEINE, aus Sandablagerungen gebildete Felsen, und TONSTEINE, aus Schlämmen und Lehm gebildete Felsen.

Diese Felsen werden alle TERRIGEN genannt, weil sie aus Produkten der Erderosion entstanden sind.

 

Daneben gibt es auch noch das KARBONATGESTEIN, d.h. KALKSTEINE und DOLOMIT, die fast immer aus dem Meer stammen und eng verknüpft sind mit der Aktivität kleiner Meeresorganismen wie Korallen, Mollusken, Moostierchen, Stachelhäutern, Foraminiferen, Algen oder sulfatreduzierenden Bakterien.

Dann gibt es noch MERGEL, Karbonatgestein mit einem spürbaren Anteil an tonhaltigen Materialien, und EVAPORIT, aus Salzablagerungen aufgrund der Verdunstung des Meereswassers gebildetes Gestein.

Die Dolomiten bestehen hauptsächlich aus Sedimentgestein; die erwähnten Untergruppen sind in unterschiedlichen Prozentanteilen vertreten.

Die Gebirgsbildung der Dolomiten

Im Eozän, vor ca. 40 bis 50 Millionen Jahren, näherten sich Afrika und Europa ständig und allmählich einander an, um einige Zentimeter pro Jahr.

Daraus wurden im Lauf von mehreren Millionen Jahren Kilometer der Annäherung, und die Dolomiten begannen auch schon, in die Höhe zu wachsen.

Vor ca. 15 bis 20 Millionen Jahren wurde der Meeresgrund deformiert und ragte aus dem Wasser in die Höhe, letztendlich bis zur Höhe eines Gebirges.

 

Die Formbildung der Dolomiten

Die Schaffung ihrer heutigen Form und Landschaft erfolgte beginnend vor 2 bis 3 Millionen Jahren durch die Erosion und Abtragung eines Teils des Felsgesteins als Folge von atmosphärischer Verwitterung.

Als Ergebnis der letzten Eiszeit, die vor 80.000 Jahren begann und vor 8.000 bis 10.000 Jahren endete, erschien die Landschaft von unsagbarer Schönheit, wie wir sie heute kennen, bereits in ihrer nahezu endgültigen Form. Letzte kleinere Veränderungen erfolgten erst nach dem Ende der Eiszeit.

Das Schmelzen der Eisschichten, die bisweilen bis zu 1.500 Meter dick waren, erzeugte Bäche, Ströme und Flüsse, welche Gesteinstrümmer abtrugen und fortspülten. Einige Gebirgswände hielten nach der Befreiung vom Eis nicht mehr stand, was zu Lawinen bis ins Tal führte.